Panoramablick auf die Victoriafälle mit Wassermassen, die in die Tiefe stürzen, umgeben von grüner Vegetation und einem deutlichen Regenbogen, der sich vor dem aufsteigenden Wasserdampf bildet, unter einem blauen Himmel.
Sambia

Natur pur in Sambia & Simbabwe

Weil mich der riesige Kontinent Afrika interessiert und ich viele Kunden habe, die sich über hilfreiche Vor-Ort-Tipps freuen würden, machte ich mich Ende Mai auf die Reise nach Sambia und Simbabwe.

Eine lächelnde Person steht im Vordergrund und trägt eine Sonnenbrille auf dem Kopf sowie ein schwarzes T-Shirt mit einem Logo. Im Hintergrund sieht man eindrucksvolle Wassermassen, die von einem Wasserfall herabstürzen und einen Regenbogen erzeugen, der sich vor einer bewaldeten Klippe spannt.
Sambia

Natur pur in Sambia & Simbabwe

Weil mich der riesige Kontinent Afrika interessiert und ich viele Kunden habe, die sich über hilfreiche Vor-Ort-Tipps freuen würden, machte ich mich Ende Mai auf die Reise nach Sambia und Simbabwe.

Die beiden Binnenländer liegen im Süden von Afrika. Die Grenze zwischen ihnen bildet der Sambesi-River, der in der westlichen Grenzregion die spektakulären Victioriafälle ausprägt.

Ich flog von Frankfurt über Windhoek in Namibia zum Flughafen Victoria Falls in Simbabwe. Eine Busfahrt brachte meine Reisegruppe über die nahegelegene Grenze nach Sambia. Dort bezogen wir eine gemütliche kleinen Lodge mit Blick auf den Sambesi. Mitarbeiter konnten schnell all unsere Namen – und zwar schneller als wir. Dadurch fühlte man sich sehr wertgeschätzt. Wahrscheinich gehört das in Afrika zum guten Ton, jedenfalls lief es in anderen Unterkünften genauso.

Mosi-oa-Tunya-Nationalpark

Mosi-oa-Tunya-Nationalpark

Unsere Lodge lag mitten im Mosi-oa-Tunya-Nationalpark, weshalb rund herum überall Tiere zu sehen waren. Vor allem Antilopen und Warzenschweine vom Typ „Pumba“ umgaben die Unterkunft. Was mir außerdem auffiel war die Ruhe: Nur Vögel und Grillen waren zu hören, was so unglaublich viel angenehmer für das Ohr ist als Motoren und Flugzeugdüsen.

Zum Sonnenuntergang unternahmen wir eine Bootsfahrt auf dem Sambesi. Dort bekamen wir unser erstes großes Tier zu Gesicht: Ein Nilpferd – ein echtes Pfund!

Am nächsten Morgen ging es weiter. Diesmal klassisch per Jeep. Wir sahen Giraffen, Büffel, Nashörner, Affen und Zebras. Unser Guide hatte eine besonders aufregende Idee: Er ließ uns aus dem Auto aussteigen und führte uns bis auf 5 m an grasende Nashörner heran. Wer gerade kein Nashorn vor Augen hat: Diese tierischen Zeitgenossen werden bis zu 1,80 hoch und wiegen bis zu 3,5 Tonnen – haben also ähnliche Ausmaße wie ein SUV, nur dass der kein 1 m langes Horn auf der Stoßstange trägt. Na gut, die Ranger werden schon wissen, was sie uns zumuten, dachte ich. Und tatsächlich ging die Sache gut aus. Der Guide erklärte uns, dass Büffel gefährlicher sind, weil sie gerne mal ohne Vorwarnung angreifen.

Victoriafälle

Victoriafälle

Mittags zogen wir um ins Royal Livingstone by Anantara in einem Randbereich der Stadt Livingstone. Die Zivilisation hatte uns vorerst wieder. Das tolle an dem Hotel ist seine Lage: Es liegt direkt am Sambesi, in nur 10 Minuten läuft man zu den Victoriafällen! Natürlich waren die unser nächster Programmpunkt. Auf einer Breite von 2,7 km stürzen dort bis zu 700.000 Kubikmeter Wasser pro Minute 108 m tief in eine Schlucht. Somit handelt es sich um den breitesten und zweithöchsten Wasserfall der Erde!

Bei meinem Besuch führte der Sambesi gerade sehr viel Wasser. Das blieb nicht ohne Folgen: Der aufgeschleuderte Wasserdampf ließ uns so nass werden, dass es sich anfühlte, als hätte jemand Wassereimer über uns ausgeschüttet! Das muss aber nicht immer so sein. Wie meine Kollegin Franziska Martin berichtete, ist ein Besuch bei Niedrigwasser (August–Dezember) eine recht trockene Angelegenheit. Aber der Wasserdampf hatte auch Vorteile: bei jedem Sonnenstrahl bildeten sich wunderschöne Regenbögen über dem Naturschauspiel.

Um die Fälle herum kann man allerhand erleben: Es gibt einen Rundweg, es werden Rundflüge im Microlight (kleine Segelflugzeuge) und im Helikopter sowie Bungee-Jumping und Wildwasser-Rafting angeboten. Der Devils Pool, ein natürliches Wasserbecken an der Abbruchkante, kann nur in der Trockenzeit besucht werden. Er empfiehlt sich nur für besonders Hartgesottene. Wir liefen den Rundweg ab und entdeckten noch eine schöne Brücke, auf der man das Wasser von allen Seiten sieht.

Kafue-Nationalpark

Kafue-Nationalpark

Am nächsten Tag stand wieder ein Umzug an. Mit einem Mini-Flugzeug flogen wir vom Flughafen Livingston in den Kafue-Nationalpark, den größten Nationalpark Sambias. Der dortige Flughafen bestand eigentlich nur aus einem gemähten Feld als Landebahn. Entsprechend rumpelig fühlte sich die Landung an. Tower und Flughafengebäude waren nicht vorhanden, wie überhaupt im ganzen Park kaum feste Gebäude existieren. Wahrscheinlich ist dies Teil des Naturschutzkonzeptes. Denn auf die Natur wird penibel geachtet! Nicht eine Plastikflasche lag herum – ok, eine einzige, die haben wir aber eingesammelt. Es war uns sogar untersagt, unsere Apfelgriebsche (sächsisch für „Kerngehäuse eines Apfels“) in der Natur zu entsorgen, weil daraus theoretisch ein invasiver Apfelbaum wachsen könnte.

Wir nahmen Station im Shumba Wilderness Camp. Unsere folgenden 3 Tage liefen wie folgt ab:

  • 5:30 Uhr aufstehen
  • 4 Stunden Pirschfahrt mit Käffchen oder Kakao und Keksen
  • Mittagessen im Camp und ausgedehnte Siesta (Zeit für Schläfchen, Pool, Lesen)
  • Abends 1–2 Stunden Sundowner-Pirschfahrten mit Gin-Tonic
  • Abendessen im Camp und Schlafen im Zelt

Die Pirschfahrten fanden mal Jeep und mal im Boot statt (Überall um uns herum waren Wasserläufe als Überbleibsel der Regenzeit). Die Guides hatten erstaunlich geschulte Sinne. Sie sahen Dinge auf Hunderte Meter, die wir erst beim Heranfahren erkannten. Dadurch haben wir in diesen Tagen etliche Tiere bewundern können. Auch Löwen – die Stars des Parks. Nur unsere Nachtpirschfahrt war mäßig erfolgreich. Dabei bekamen wir nämlich genau ein Tier zu Gesicht: Einen Hasen.

Happy Hippos am Abend

Happy Hippos am Tag

Pirschfahrt zu Wasser

Lonely Hippo

Jeep

Abendsonne in Afrika

Pool

Eingang zur Lodge

Antilopen

Buschflugzeug

Abends in der Lodge

In der Früh war es richtig kalt! Ich habe bei der morgendlichen Pirschfahrt meine Mütze und meine Handschuhe vermisst. Mein Tipp für künftige Pirschfahrer: Vorher auf Toilette gehen! 4 Stunden nach dem Genuss von Kaffee können ganz schön lang werden. Im Notfall baute der Guide aber eine biologische Pause ein. Das war jedoch etwas umständlich, weil er erst einmal eine geeignete Stelle finden und dort nach dem Rechten sehen musste.

Übrigens ging die Safari nachts im Zelt weiter – wenn auch nur mit den Ohren. Wir hörten Nilpferde, die eine Art Lachen von sich gaben. Hin und wieder brüllte ein Löwe, was original so klang, wie bei dem Löwen im Kino bevor der Film anfängt. Einmal lief sogar irgendein großes Tier direkt um mein Zelt herum und schnaufte so heftig, dass ich nur dachte: „Schnell wieder einschlafen.“ Glücklicherweise bin ich wieder aufgewacht.

Simbabwe

Simbabwe

Nach beeindruckenden Tagen bestiegen wir das Kleinstflugzeug und flogen zurück nach Victoria Falls (Simbabwe). Dort bezogen wie die Victoria Falls Safari Lodge. Nachmittags besuchten wir die simbabwische Seite der Victoriafälle. Leider hatten wir dafür nur 20 Minuten Zeit. Schade, denn auf der Seite von Simbabwe gibt es mehr von den Fällen zu sehen und der Panoramaweg ist auch länger.

Aber wir hatten ja noch was vor: Abends schauten wir uns nämlich ein sogenanntes „Boma Dinner“ an, also ein Essen mit landestypischer Tanz- und Trommelshow. Ich fand es etwas zu touristisch. Es soll in der Stadt aber auch Boma Dinner geben, die das Augenmerk mehr auf die Kultur legen. Das Essen war aber super, weil auch ausgefallene Gerichte wie Kudu oder Impala (einheimische Antilopenarten) angeboten wurden.

Der folgende Tag stand im Zeichen einer kleinen Reisemesse, die für uns Touristiker veranstaltet wurde. Danach blieb Zeit für eine Fahrt durch die Savanne im Bushtracks Express. Das ist ein historischer Zug, in dem ein 5-Gänge-Menü kredenzt wird. Zum Sonnenuntergang macht er auf einer Grenzbrücke mit tollem Blick auf die Victoriafälle halt. Die Fahrt macht echt was her, vor allem für Eisenbahnfans. Sie kostet 200 USD pro Person inklusive Speisen und Getränken.

Leider brach nun der letzte Tag der Reise an. Als letzten Programmpunkt schipperten wir auf dem Sambesi in Richtung der Victoriafälle, dem touristischen Dreh- und Angelpunkt der Region. Dabei haben wir sogar noch ein paar Tiere gesehen. Das war ein gelungener Ausklang der Reise, die ja auch mit einer Bootsfahrt begonnen hat. Nachmittags ging unser Flieger über Windhoek zurück nach Deutschland.

Spektakuläre Tierwelt, freundliche Menschen

Ich war sehr begeistert von der Reise und bin es immer noch! Sambia und Simbabwe sind super Reiseziele für Tierfreunde und bieten mit den Victoria-Fällen ein echtes Highlight! Mir sind aber vor allem die vielen freundlichen und aufmerksamen Menschen im Gedächtnis geblieben, die niemals aufgesetzt wirkten. Es mag wie eine Floskel klingen, aber so freundliche Menschen habe ich tatsächlich noch nirgends auf der Welt angetroffen! Die Amtssprache in den beiden Ländern ist Englisch, wodurch die Verständigung super lief.

Einziger Wermutstropfen: Leider haben wir keine Leoparden gesehen. Somit fehlt mir noch ein Tier für die Big Five (Löwe, Elefant, Nashorn, Büffel, Leopard). Das ist jedoch nur einer von vielen Gründen für mich, noch einmal wieder zu kommen!

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