Ein Strandcafé mit Gästen unter Sonnenschirmen am sandigen Ufer, vor einer Kulisse mit dicht bebautem Hang mit mehrstöckigen, farbenfrohen Häusern. Im Hintergrund das ruhige Meer und ein strahlend blauer Himmel.
Marokko

Marokko – Königreich der Überraschungen

Siamar-Experte Thomas Scharr reiste durch Marokko. Dabei erweiterte er seinen Horizont und erfuhr so manche Überraschung über das Königreich in Nordafrika.

Ein lächelnder Mann in einem dunklen Hemd steht vor einer Springbrunnenanlage mit einer historischen Turmstruktur im Hintergrund, umgeben von Palmen unter einem teilweise bewölkten Himmel.
Marokko

Marokko – Königreich der Überraschungen

Siamar-Experte Thomas Scharr reiste durch Marokko. Dabei erweiterte er seinen Horizont und erfuhr so manche Überraschung über das Königreich in Nordafrika.

Thomas Scharr nimmt ein Selfie vor einem sonnigen, verschwommenen Hintergrund mit Küstenstadt und Meerblick auf. Er trägt eine Sonnenbrille, ein schwarzes T-Shirt und eine rote Halskette. Die Reflexion in seiner Brille zeigt die Silhouette von zwei Personen und die Aussichtspunktmauern.

Marokko stand schon länger auf meiner Reisewunschliste und so freute ich mich, dass ich im Rahmen einer Dienstreise das Land in Nordafrika persönlich in Augenschein nehmen durfte.

Am 3. März ging es per Direktflug von Düsseldorf nach Agadir, wo meine Reisegruppe und ich unser Quartier aufschlugen.

Küstenstadt Agadir

Rückansicht einer Person, die auf dem Deck eines Bootes steht und auf das Meer hinausschaut. Die Person trägt eine Kappe und ein schwarzes Shirt mit dem blauen Logo "siamar" auf dem Rücken. Im Hintergrund sind Berge und ein klarer Himmel zu sehen.

Küstenstadt Agadir

Agadir ist eine quirlige Küstenstadt mit Strandhotels und einer 6 km langen Strandpromenade mit etlichen Geschäften.

Auf einer Stadtführung durften wir die Highlights der Stadt kennenlernen. Es gibt den traditionsreichen Souk „El Had d’Agadir“, eine Medina (Altstadt), eine Marina sowie eine kürzlich renovierte Festung (Kasbah), zu der eine neu errichtete Seilbahn führt – mit beeindruckenden Aussichten. Eine andere Perspektive auf die Stadt hatten wir auf einer Bootstour. Ich muss aber zugeben, dass die Küste vom Meer aus nicht allzu viel Besonderheiten zu bieten hat.

Surf-Hotspot Taghazout

Eine Reihe bunt bemalter Surfbretter, die aufrecht gegen eine Steinmauer gelehnt sind, mit verschiedenen Designs, darunter Strand- und Surfszenen sowie Silhouetten von Surfern. Einige Bretter tragen den Schriftzug "Taghazout". Unter den Surfbrettern befinden sich kleinere Darstellungen von Surfbrettern auf einer Reihe von Kacheln. Die Szene wirkt sonnenbeschienen und farbenfroh.

Surf-Hotspot Taghazout

Interessant war hingegen unser Ausflug nach Taghazout. Das pittoreske Fischerdörfchen liegt wenige Kilometer von Agadir entfernt und ist gerade der Geheimtipp in Marokko. Surfer, Hippies und Kreative haben den Ort für sich entdeckt und ein einzigartiges Ambiente geschaffen. Auch hier gibt es mittlerweile einige Strandhotels, die sich durch ihre ruhigere Lage auszeichnen.

Nachdem wir Agadir und seine Umgebung ausgiebig kennengelernt hatten, brachte uns ein Reisebus nach Marrakesch. Weil das aber derzeit noch recht lange dauert, machten wir einen Halt in der Küstenstadt Essaouira, die etwa auf der halben Strecke liegt.

Ein belebter Strandtag mit klarblauem Himmel. Menschen sonnen sich auf Liegestühlen und genießen das Wetter, während andere am Ufer spazieren. Im Vordergrund eine große Pflanze in einem Topf, dahinter die sandige Küste mit Sonnenschirmen und badenden Personen. Am Horizont erstrecken sich sanfte Hügel und malerische Häuser.

Strand in Taghazout

Blick auf weiße, mediterrane Gebäude mit blauen Akzenten, die mit farbenfrohen Bougainvillea-Blüten geschmückt sind. Im Vordergrund sind leuchtend pinke Blumen unscharf zu sehen, die den unteren Teil des Bildes einrahmen und einen kontrastreichen Vordergrund schaffen. Der Himmel ist klar und blau.

Detail aus Taghazout

Bild eines sandigen Strandabschnittes mit mehreren blauen Fischerbooten im Vordergrund. Eine Person steht neben einem der Boote und blickt auf das Meer hinaus. Im Hintergrund erheben sich weiße Gebäude eines Küstenortes am Hang, bekrönt von üppig blühenden Pflanzen. Der klare blaue Himmel wird von einem schmalen Flugzeugstreifen durchzogen.

Boote in Taghazout

Außenansicht eines Surf- und Yoga-Shop in einer engen Gasse. Das Schild "Taghazout Point Surf & Yoga" ist über einer Eingangstür angebracht, umgeben von traditioneller marokkanischer Architektur und Pflanzen in Töpfen, die entlang einer schmalen Treppe angeordnet sind. Es gibt bemalte blaue Akzente an Fenstern und Töpfen, die das Ambiente lebendig gestalten.

Stilvolle Ecke in Taghazout

Ein Strandcafé mit Gästen unter Sonnenschirmen am sandigen Ufer, vor einer Kulisse mit dicht bebautem Hang mit mehrstöckigen, farbenfrohen Häusern. Im Hintergrund das ruhige Meer und ein strahlend blauer Himmel.

Strand von Taghazout

Festungsstadt Essaouira

Altes festungsartiges Gebäude aus hellem Stein mit Zinnen und Wachtürmen unter einem klaren blauen Himmel, neben einer Palme. Im Vordergrund ein Parkplatz mit einer Beschilderung, die auf Parkregelungen hinweist.

Festungsstadt Essaouira

Essaouira ist eine alte Festungsstadt der Portugiesen. Ihre historischen Mauern und die Zitadelle sind noch gut erhalten. Das Schlendern durch die Gassen machte viel Spaß. Im Restaurant “Al Khaima“ mitten in der Medina haben wir ein sehr leckeres Mittagessen genossen.

Als Zwischenstation auf den Weg nach Marrakesch bietet sich Essaouira derzeit sehr gut an. Allerdings wird das Straßennetz massiv ausgebaut. Wenn die Autobahn zwischen Agadir und Marrakesch fertig ist, verkürzt sich die Fahrtzeit auf etwa 2 Stunden. Wir erreichten Marrakesch am späten Nachmittag.

„Die rote Stadt“ Marrakesch

Ein lächelnder Mann im Vordergrund trägt ein schwarzes T-Shirt mit dem Aufdruck "siamar" und steht auf einer Aussichtsterrasse. Im Hintergrund ist der belebte Marktplatz Djemaa el Fna in Marrakesch während der Abenddämmerung zu sehen, mit zahlreichen Marktständen und Menschenmengen.

„Die rote Stadt“ Marrakesch

Marrakesch ist eine der alten marokkanischen Königsstädte und hat sich viel von seinem ursprünglichen Charme bewahren können. Es besitzt eine riesige Medina und einen Souk, der sich durch das historische Gassengewirr zieht. Der Farbe der Lehmhäuser und der Festungsmauer verdankt Marrakesch seinen Spitznamen „die rote Stadt“.

Das Ambiente ist geprägt von Sprachenwirrwarr und exotischen Gerüchen. Zu meiner Überraschung war es bis in die Ecken sehr gepflegt und sauber. Auch überrascht war ich von den Händlern, die sehr angenehm mit uns kommunizierten und uns nie bedrängten – hier macht das Shoppen Spaß!

Buntes Treiben am Gauklerplatz

Beleuchtete traditionelle Laternen werden auf einem belebten Marktplatz bei Abenddämmerung verkauft. Im Hintergrund befinden sich Menschen, die sich zwischen Verkaufsständen bewegen und ein beleuchteter Turm ragt in den Abendhimmel empor.

Buntes Treiben am Gauklerplatz

Unseren ersten Abend verbrachten wir auf dem zentralen Platz von Marrakesch, dem Djemaa el Fna. Der Ort macht seinem Namen alle Ehre: Akrobaten, Jongleure, Feuerspucker, Schlangenbeschwörer, Henna-Maler und Musiker geben ihr Können zum Besten. Und natürlich dürfen etliche Essensstände nicht fehlen.

Das landestypische Essen wird in der sogenannten Tagine oder Tajine serviert. Dabei handelt es sich um ein traditionelles Koch- und Serviergeschirr, bestehend aus einem Tonteller mit kegelförmigem Deckel. Darin befinden sich leckerste Schmorgerichte in vielen Variationen. Die Preise sind ok: Über 6 bis 7 € für ein Schmorgericht im Zentrum der Welterbestadt Marrakesch darf sich wahrlich keiner beschweren. Apropos: Man kann fast überall problemlos in Euro bezahlen. 

Eine belebte Gasse mit historischen Steinmauern, wo Menschen entlangschlendern und ein Händler, der nach links gewandt in einem blauen Hemd und einer violetten Kappe an einem Stand mit traditionellen Handwerkskunstobjekten sitzt. Verschiedene dekorative Gegenstände sind auf einem Tisch und den Boden um ihn herum ausgestellt.

Souk in Marrakesch

Eine Pferdekutsche mit Fahrgästen steht auf einer Straße vor einem historischen Torbogen mit aufwändigen Verzierungen. Im Hintergrund sind ein klarer Himmel und einige Menschen zu sehen, die auf dem Bürgersteig gehen.

Szene aus Marrakesch

Eine belebte Gasse in einem marokkanischen Basar mit zahlreichen Besuchern und lokalen Händlern. Die Straße ist gesäumt von bunten Ständen, die traditionelle Kleidung, Souvenirs und Kunsthandwerk anbieten. Sonnenlicht fällt auf die historischen, sandfarbenen Wände, und am Ende der Gasse erkennt man eine steinerne Bogenstruktur.

Souk in Marrakesch mit Thomas Scharr

Große runde Behälter mit verschiedenen getrockneten Kräutern und Gewürzen auf einem Marktstand. Die Preisschilder zeigen Werte wie 60, 70, 80 und 120 Dh/kg. Im Vordergrund sieht man einen Stapel von Holzmörsern und Stößeln.

Gewürze in Marrakesch

Ein lächelnder Mann macht ein Selfie vor einem Hintergrund, der von Palmen und einem hohen, traditionellen Turm geprägt ist, der an eine Moschee erinnern könnte. Der Himmel scheint klar zu sein, es ist Tageslicht.

Thomas Scharr in Marrakesch

Ein traditionell serviertes marokkanisches Tajine-Gericht mit Hähnchenteilen, Zitronenscheiben und Oliven auf einem gedeckten Tisch mit Weingläsern und dekorativen Elementen.

Tajine in Marrakesch

Riads und Clubs

Eine beschauliche Szene mit hohen Palmen und einem Orangenbaum, reich mit Früchten, direkt neben einer Terrasse mit einem weißen Sonnenschirm und einem runden Tisch. Im Hintergrund ist ein pastellfarbenes Gebäude mit Fensterläden und einem Balkon zu sehen, was eine entspannte, mediterrane Atmosphäre vermittelt.

Riads und Clubs

Wir schliefen in einem Resort außerhalb der Altstadt. Dort haben sich mehrere Clubanlagen angesiedelt, die sich durch beheizte Pools, gepflegte Grünanlagen und ein großes Freizeitangebot usw. auszeichnen. Ich habe meine Freizeit z. B. im Pool und auf dem Beachvolleyballfeld zugebracht.

Marrakesch ist aber auch bekannt für eine zweite Art der Unterkünfte: den Riads. Das sind alte Gebäude innerhalb der Medina, bestenfalls direkt am Souk. Sobald man in ihren Innenhof tritt, herrscht schlagartig Stille. Höchstens Vogelgezwitscher oder ein Springbrunnen ist zu hören. Es sind Oasen der Ruhe inmitten der so lebendigen Altstadt.

Ausflug in die Wüste

Ausflug in die Wüste

Von Marrakesch aus werden viele Ausflüge angeboten. Man kann Tagesausflüge nach Essaouira oder in die aus vielen Filmen bekannte Start Ouarzazate. In unserem Programm war an unserem vorletzten Tag ein Wüstenausflug vorgesehen.

Dafür wurden wir zu einem Camp vor den Toren der Stadt gebracht, wo wir eine traditionelle Aufführung mit Bauchtanz, Feuerschlucker und Musik verfolgen konnten. Wir konnten auf einem Kamel reiten und bekamen lokale Köstlichkeiten kredenzt. Ich fand es nicht sehr authentisch, aber wer das zum ersten Mal sieht, mag angetan sein.

Ein Land voller positiver Überraschungen

Am nächsten Tag endete unsere Reise. Jeder einzelne von unserer Reisegruppe – allesamt Touristikprofis – musste eingestehen, das Land falsch eingeschätzt zu haben.

Es geht schon damit los, dass 80 % der Marokkaner gar keine Araber sind, sondern Berber. Die Berbersprache Tamazight ist neben Arabisch Amtssprache und wird stark gefördert. Die meisten Marokkaner sprechen auch die ehemalige Kolonialsprache Französisch. Mit Englisch kam ich sehr gut zurecht und – Überraschung – auch Deutsch ist in den Touristengebieten sehr verbreitet.

Wir alle, auch die Frauen, fühlten uns während der gesamten Reise sehr sicher. Überrascht waren wir auch, wie sauber es überall war.

Die tollen Altstädte werden noch bewohnt und bilden den Lebensmittelpunkt vieler Einheimischer. Mit ihrer Lebendigkeit haben sie manchen Airbnb-Städten Europas etwas voraus.

Marokko hat mit Stränden, Altstädten, Gebirgen und Wüsten enorm viel Abwechslung zu bieten. Deshalb sollte man das Land unbedingt auf einer Rundreise erkunden.

Weil es im Sommer bis zu 50 °C heiß wird, bieten sich die Monate März bis Juni und Oktober bis November für eine Marokko-Reise an. Viele unserer Kunden hängen nach einer Rundreise einige Tage in einem Strandhotel in Agadir, Essaouira oder Taghazout an. Ich hatte tagsüber bis 24 °C, was zum Baden schon ok ist. Morgens und abends war es aber noch recht kühl.

Im Winter ist es kälter als in den anderen nordafrikanischen Ländern, was auf die kühlenden Effekte des Atlantiks zurückzuführen ist. Das führt mich zu meinem letzten überraschenden Fakt über Marokko: Auf dem Berg Jbel Oukaïmeden bei Marrakesch können Sie im Winter Ski fahren – mit Blick auf die Wüste.

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