Bunte traditionelle Holzhäuser in lebhaften Farben an einer Straße, vor denen Menschen in Außenbereichen von Cafés sitzen und die Sonne genießen. Fahnen wehen leicht im Wind und vermitteln eine entspannte Atmosphäre an einem sonnigen Tag.
Kreuzfahrten

Luxus-Kreuzfahrt nach Norwegen

Siamar-Reiseexperte Alexander Klaus testete eine Luxuskreuzfahrt der Reederei Silversea. Von Southampton ging die Reise bis zum Geiranger-Fjord in Norwegen. Was bei Silversea luxuriöser ist als bei anderen Kreuzfahrtunternehmen, lesen Sie hier.

Kreuzfahrten

Luxus-Kreuzfahrt nach Norwegen

Siamar-Reiseexperte Alexander Klaus testete eine Luxuskreuzfahrt der Reederei Silversea. Von Southampton ging die Reise bis zum Geiranger-Fjord in Norwegen. Was bei Silversea luxuriöser ist als bei anderen Kreuzfahrtunternehmen, lesen Sie hier.

Weil die Reederei Silversea mit ihren hochwertigen Kreuzfahrten in unserer Branche einen guten Ruf genießt, wollte ich deren Konzept selbst testen. Deshalb meldete ich mich für eine Tour von Southampton bis nach Bergen in Norwegen an.

Per Minibus ging es vom Flughafen London Heathrow an den Hafen von Southampton, wo ich abends die Silver Dawn betrat. Dabei handelt es sich um ein recht kleines Kreuzfahrtschiff, das jedoch zu den größten Schiffen von Silversea gehört. Ozeanriesen sucht man bei der Reederei nämlich vergebens. Aus guten Gründen: Bei Silversea legt man Wert darauf, dass jeder Gast bestmöglich betreut wird: Auf wenige Gäste sollen möglichst viele Crew-Mitglieder kommen. Tatsächlich entsteht daraus eine angenehm private Atmosphäre. Außerdem entstehen so kaum Wartezeiten beim Boarding oder Essen. Die Einrichtung des Schiffes würde ich als „moderner Grand-Hotel-Stil“ umschreiben.

Silver Dawn

Silver Dawn

Ich bezog eine Suite mit Balkon. Die würde ich auch jedem meiner Kunden empfehlen! Meine Suite war viel größer als Kabinen auf herkömmlichen Schiffen! Was besonders toll und auch für mich neu war: Mich nahm ein Butler im Empfang und stellte mir Fragen zu einigen Vorlieben von mir. Nachdem ich ihm erzählte, dass ich gerne mal einen Gin Tonic trinke, fragte er mich nach bevorzugten Marken und zusätzlichen Ingredienzien aus (Gurke, Limette, Olive etc.). Ab sofort kümmerte sich mein Butler um eine gut gefüllte Minibar. Zudem durfte ich aus 6 Kopfkissen mein Wunschmodell auswählen. Der Butler war mein persönlicher Wunscherfüller. Was auch immer ich brauchte, konnte ich bei ihm erbeten oder bestellen: Landausflüge, Essen aufs Zimmer, bestimmte Hygiene-Produkte. Er hätte mir auch die Schuhe geputzt, den Koffer ausgepackt oder eine Balkonparty organisiert, wenn ich ihn darum gebeten hätte. Um ihn zu rufen, brauchte ich nur ein Knöpfchen am Telefon zu betätigen.

Weil wir während der ersten 2 Tage die Nordsee überquerten, hatte ich viel Zeit, das Schiff kennenzulernen und die Angebote ausgiebig zu nutzen. Die Bordsprache ist Englisch. Das betrifft die Durchsagen, die Führungen, die Ausflüge usw. Für eine Fahrt mit Silversea empfiehlt es sich daher, des Englischen einigermaßen mächtig zu sein. Die Zimmerinfos und die Bordzeitung gibt es aber auch auf Deutsch. Die Crew stammt aus aller Herren Länder – Amerikaner, Chilenen, Mexicaner, Italinier, Korenaer, Inder Japaner, Griechen, Britten usw. arbeiten in den verschiedensten Positionen. Somit findet sich meist fast immer ein Ansprechpartner in der Muttersprache. Viele Gäste kamen aus Amerika, doch war auch hier sehr internationale Mischung vertreten. Kinder habe ich auf dem Schiff keine gesehen.

Das Unterhaltungsprogramm ist den Besuchern angemessen hochwertig. Es werden Vorträge, Live-Musik und sogar Opern präsentiert!

Kulinarik

Kulinarik

Dessert vom Feinsten

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Trotz der gehobenen Klientel herrscht tagsüber kein Dresscode. Nur beim Dinner in den Restaurants wird um angemessene Kleidung gebeten. Dabei entsteht eine tolle Atmosphäre, weil sich jeder Mühe gibt, möglichst schick auszusehen. Falls jemand mal keine Lust auf Etikette hat, geht er in die Pizzeria „Spaccanapoli“ oder nutzt das einzigartige Room Dining, das den Gästen ermöglicht, fast die ganze Speisekarte auf das Zimmer zu bestellen.

Die vielfältige und hochwertige Kulinarik ist ein echtes Highlight auf der Silver Dawn! 8 Restaurants kredenzen herrlich angerichtete Gerichte. Im Ultra All Inclusive sind Champagner, Kaviar, Hummer, Langusten, Steaks aus aller Welt sowie 30–40 Weine enthalten. Das Restaurant Silver Note bietet Livemusik zum Dinner an. Im Restaurant S.a.l.t. Kitchen werden regionale Spezialitäten des jeweiligen Reiseziels aufgetischt, die ich in einem Kochkurs sogar nachkochen konnte. Um die Gerichte so authentisch wie möglich anrichten zu können, schickt Silversea seine Köche für mehrere Wochen in die Destinationen.

Apropos Reiseziel: Silversea hat mehr als 900 Ziele weltweit auf den Fahrplänen stehen!

Bergen

Bergen

Nach 2 Tagen erreichten wir unser erstes Ziel: Bergen in Norwegen. Die hübsche kleine Stadt liegt inmitten einer herrlichen Fjordlandschaft zwischen Hügeln und Meer. Bei der Einfahrt in den Hafen leuchteten die bunten Holzhäuser des historischen Stadtteils Brüggen in der Sonne.

Ich unternahm einen schönen Ausflug in die Umgebung. Ausflüge sind bei Silver Sea im All Inclusive enthalten, müssen also nicht extra gezahlt werden!

Mit der Zahnradbahn „Floybahn“ fuhr ich auf den Berg Floyen, den Hausberg Bergens. Von dessen Gipfel aus genoss ich einen tollen Blick über die Stadt. Anschließend bin ich in selbige hinabgestiegen. Leider fehlte mir ein wenig die Zeit, um die Altstadt mit den Shops, Cafés und Restaurants noch ausgiebig zu begutachten, aber einen ersten Eindruck habe ich dennoch erhalten. Die quirlige Hafenstadt mit tollen Wandergebieten, viel Natur und Ruhe pur ist ganz klar einen Besuch wert!

 

Norwegen-Anfahrt auf Bergen

Norwegen-Blick vom FLoyen auf die Silver Dawn

Norwegen-Weltkulturerbe Bryggen

Norwegen-Impression aus Bergen

Norwegen-Haus in Bergen

Geiranger Fjord

Geiranger Fjord

Der nächste Tag stand im Zeichen der Fjorde, für die Skandinavien berühmt ist. Wir schipperten durch den 15 km langen Geiranger-Fjord, einem der schönsten Fjorde Norwegens. Mit unserem Schiff konnten wir immer nah am Rand fahren, damit wir auch ja keine Sehenswürdigkeit verpassten. „Die Sieben Schwestern“ zum Beispiel (7 Wasserfälle, die 300 m in die Tiefe stürzen) sahen wir ganz aus der Nähe.

Tenderboote brachten uns nach Geiranger. So heißt das Dorf am Ende des Fjordes. Zwar leben kaum 200 Leute dauerhaft dort, doch gibt es Sportgeschäfte, Cafés, Tour-Anbieter, Souvenir-Geschäfte, Bungalows, Camping-Plätze und Hotels. Der Ort ist Ausgangspunkt für Kanutouren auf dem Fjord sowie Wanderungen zu Wasserfällen, Aussichtspunkten und Berghütten.

Ich entschied mich für eine Wandertour in die alpin anmutende Umgebung des Fjords. Während des ca. einstündigen Anstiegs boten sich mir sensationelle Blicke auf den Fjord und die Silver Dawn. Unser Ziel war der „Storseterfossen“ – ein Wasserfall, der in einen felsigen Grund stürzt. Das Besondere: Man kann hinter dem Wasserfall entlanglaufen, ohne nass zu werden

 

Alesund

Ein Mann steht mit einem Rollkoffer vor einem großen Kreuzfahrtschiff namens "Silver Dawn", das im Hafen liegt. Im Hintergrund sind bewaldete Hügel und ein bedeckter Himmel zu sehen.

Alesund

Der letzte Tag auf der Silver Dawn führte uns nach Alesund. Dort verließen wir das Schiff und fuhren anschließend per Bus zum Flughafen Molde, um nachhause zu fliegen.

Gegen Aufpreis bietet Silversea einen „Door to Door“-Service an. Er beinhaltet die Abholung durch einen Chauffeur zum Flughafen. Daran sieht man, was sich die Reederei einfallen lässt, um ihren Kunden einen luxuriösen und möglichst unbeschwerten Urlaub zu bieten.

Ich fand meine Reise super, hatte allerdings auch Glück mit dem Wetter: es herrschten durchgängig 20 °C und mehr. Die Woche vorher sah es ganz anders aus: da hat es nämlich geschneit. Was besser vorhersehbar ist als das Wetter ist der tolle Service von Silversea. Wenn Sie von einer luxuriösen aber dennoch entspannten Kreuzfahrt träumen, kann ich Ihnen Silversea guten Gewissens ans Herz legen!

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